Hoffnungsträger für die Windkraftbranche

Siemens Gamesa eröffnet größtes Werk Deutschlands für Offshore-Windturbinen in Cuxhaven

copyright: Siemens Gamesa Renewable EnergyIn Cuxhaven wurde am 5. Juni feierlich das Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) Werk für die Produktion der Maschinenhäuser für Offshore-Windturbinen eröffnet. Zu der Eröffnung waren auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sowie der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, gekommen. Die Bauarbeiten für die 55.000 Quadratmeter große Produktionshalle begannen im Juni 2016, die Produktion lief, zunächst in der üblichen Hochlaufphase, bereits ein Jahr später an.

„Mit unserem neuen Werk in Cuxhaven setzt Siemens Gamesa ein klares Signal für die Leistungskraft der Erneuerbaren Energien. Dank fortlaufender Innovationen wird die Windkraft auf See im Vergleich zu anderen Formen der Energieerzeugung zunehmend konkurrenzfähig", sagte Markus Tacke, CEO von Siemens Gamesa Renewable Energy, am Rande der Feierlichkeiten und dankte auch den Mitarbeitern, Unternehmen und Unterstützern vor Ort für ihr Engagement.

„Siemens Gamesa hat in Cuxhaven eine höchst moderne Produktionsanlage errichtet, die ein wichtiger Meilenstein für das Deutsche Offshore-Industrie-Zentrum in Cuxhaven ist. Begünstigt wurde dies durch die geschaffene Hafeninfrastruktur und die breite Offshore-Kompetenz vor Ort. Mit dieser Ansiedlung ergeben sich neue Chancen für Cuxhaven und der Standort gewinnt zusätzliche Attraktivität“, ergänzt Hans-Peter Zint, Vorsitzender der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven e.V.

Um die Kosten für den Strom weiter zu senken, werden die Windturbinen für Offshore-Parks mit Hilfe von digitalen Systemen besonders effizient produziert und mit zwei Spezialschiffen direkt vom Werkstor zu den Installationshäfen von Offshore-Windparks in der Nordsee gebracht. Das Werk ist der erste Neubau von Siemens in Deutschland seit mehr als 25 Jahren. Hierfür wurden 200 Millionen Euro investiert. Bis zum Jahr 2020 sind die Auftragsbücher nach Angaben des weltweit größten Windkraftanlagenherstellers bereits voll.

Das Werk in Cuxhaven ist ein neuer Hoffnungsträger für die angeschlagene Windkraftbranche in Deutschland. So seien laut IG Metall Küste seit Anfang des Jahres mehr als 2.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Doch das Werk in Cuxhavens sorgt mit seinen Zulieferern bis zum Jahresende für mehr als 850 neue Arbeitsplätze. Insgesamt soll das Projekt, auch durch die Ansiedlung weiterer Zuliefer-Unternehmen, knapp 1.000 Arbeitsplätze für den Standort generieren.

 

 

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