Experten diskutieren Perspektiven von Wasserstofftechnologien

Cuxhaven ist Schauplatz für die Präsentation der Potenziale von grünem Wasserstoff in Verbindung mit Windenergie

Sprecher Dr. Hans-Joachim Stietzel, BMVI PSts Enak Ferlemann, Michael Westhagemann, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, und Jan Rispens, Geschäftsführer der Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur. Copyright: Thomas Sassen, Cuxhavener NachrichtenHöhere Installationsziele für die Offshore-Windenergie und die Förderung nachhaltiger Technologien wie beispielsweise zur Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff – das waren die zentralen Forderungen eines Expertengesprächs, das die Stiftung Offshore Windenergie und das Cluster Renewable Energy Hamburg Ende August mit Unterstützung der Hafenwirtschaftsgemeinschaft in Cuxhaven veranstalteten. Dabei ging es vor allem um zukünftige Vorgehensweisen in den norddeutschen Bundesländern, die zurzeit eine „Norddeutsche Wasserstoff-Strategie“ abstimmen. Zu den 200 Teilnehmern zählten auch Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, und Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Weiterhin beteiligten sich mehrere HWG-Mitglieder wie die Plambeck Holding an den Diskussionsrunden in Cuxhaven.

Nachhaltige Technologien sind vor allem im Rahmen des Klimawandels von großer Bedeutung. Enak Ferlemann sieht deshalb starken Bedarf für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien und fordert hier eine Beschleunigung: „Zur Erreichung der Klimaschutzziele brauchen wir bereits bis 2030 Null-Emissions-Fahrzeuge im Millionenbereich.“ Im Rahmen dieses Prozesses wünscht er sich auch eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland: “Hinzu kommen die industriepolitischen Potenziale der Technologie für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir wollen die Etablierung eines Leitmarkts in Deutschland und eine starke Position auf dem Exportmarkt.“

Olaf Lies möchte außerdem Niedersachsen zur Drehscheibe und zum Mittelpunkt der zukünftigen Wasserstoffwirtschaft machen. Daher fordert er eine deutschlandweite Wasserstoffstrategie, um nachhaltigen Technologien den Weg zu bereiten: „Der Erfolg des Wandels zu einer Energielandschaft ohne nuklearen und fossilen Beitrag ist alternativlos. Dafür brauchen wir den Ausbau der Erneuerbaren, zugleich müssen wir Hemmnisse und Konflikte abbauen und zukunftsweisende und klimaschonende Technologien, wie die Nutzung von grünem Wasserstoff, fördern. Eine auf grünem Wasserstoff basierende Energiewirtschaft ist der Schlüssel für Deutschlands industrielle Zukunft. Gleichzeitig helfen wir damit unseren Kindern und Enkeln.“

Ein zentraler Aspekt der Veranstaltung war dementsprechend die Förderung von Erneuerbaren Energien, die zur Erreichung der aktuellen Klimaziele deutlich höher ausfallen müsse. Die fünf norddeutschen Bundesländer, Industrie, Gewerkschaften und Interessensverbände forderten deshalb von der Bundesregierung, bis 2030 höhere Installationsziele für Offshore-Windenergie zu verabschieden, um aktuelle Installationslücken zu kompensieren. Auch die Veranstalter des Gesprächs bezeichneten den Ausbau der Windenergie als wichtige Lösung, um den zukünftigen Strombedarf kostengünstig zu decken.

 

Newsletter abonnieren