Solidarität mit der "Mein Schiff 3" in Cuxhaven

Seemannsmission verteilt Geschenke an Crew-Mitglieder

Support Seemannsmission durch diie HWG_Copyright_Oliver Fuhljahn

Seit Ende April 2020 liegt das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ am Steubenhöft in Cuxhaven. Die Deutsche Seemannsmission (DSM) versorgte die an Bord festsitzenden Besatzungsmitglieder mit Schokolade und Hygieneartikeln von privaten Spendern. Die Spendenaktion sollte dazu beitragen, die angespannte Situation der Besatzung zu verbessern.

Das Schiff der Reederei TUI Cruises war am 18. April von den Kanarischen Inseln gestartet. Die Reederei hatte jedoch Probleme, einen Hafen zu finden, um die Versorgung des Schiffes zu gewährleisten. Cuxhaven bot an, das Schiff aufzunehmen. An Bord des Schiffes befanden sich rund 2.900 Menschen aus über 60 Nationen, allesamt Besatzungsmitglieder von der „Mein Schiff 3“ sowie von anderen Kreuzfahrtschiffen von TUI Cruises. Eine Vielzahl dieser Seeleute sollte abmustern und in ihre Heimatländer zurückkehren. Nach der Entdeckung eines Covid-19-Falles wurden die komplette Besatzung getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. Aufgrund der Reiseeinschränkungen in Deutschland und den Heimatländern gestaltete sich zudem die Rückreise als schwierig, sodass ein Großteil der Besatzung zunächst an Bord des Schiffes verbleiben musste. Daraufhin hatte das Havariekommando in Cuxhaven die Deutsche Seemannsmission um Unterstützung für die Psycho-Soziale Notfallversorgung (PSNV) der Seeleute gebeten.

Die Seemannsmissionen Cuxhaven, Hamburg, Stade und Bremerhaven verteilten die durch private Spenden finanzierten Hygieneartikel, Süßigkeiten und Telefonkarten an Bord, um den festsitzenden Seeleuten Trost zu spenden und ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Darüber hinaus wurde für die Seeleute an Bord sowie für die mit dem Corona-Virus Infizierten im Krankenhaus eine regelmäßige Betreuung organisiert. Die Vorsitzende der Deutschen Seemannsmission, Clara Schlaich, betonte, dass die Situation auf dem Schiff anfangs sehr angespannt gewesen sei. Mit der Abreise der ersten gesunden Seeleute hat sich die Lage dagegen beruhigt – auch dank der Arbeit der Seemannsmission. „Dieser Einsatz war eine große Herausforderung für uns und wir sind froh, dass alles so gut gelaufen ist. Wir haben in den letzten Jahren Mitarbeitende für die Psycho-Soziale Notfallversorgung ausgebildet. Das hat sich jetzt bewährt und gezeigt, dass wir mit einem starken Netzwerk für die Menschen an Bord da sind,“ ergänzte der Cuxhavener Seemannsdiakon Martin Struwe.

Inzwischen starteten die ersten Charter-Flüge in die Ukraine, Indonesien sowie in weitere Länder, um einen Teil der Besatzungsmitglieder in ihre Heimatländer zurück zu bringen. Am 14. Mai wurde der Einsatz der Seemannsmannmission auf „Mein Schiff 3“ weitgehend beendet. Die an Bord und in der Region verbleibenden Seeleute werden jedoch weiterhin von der Seemannsmission seelsorgerisch betreut.

Weitere Informationen zur Cuxhavener Seemannsmission und ihren Projekten finden Sie auf https://www.facebook.com/seamensclub.cuxhaven.

 

 

 

 

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