Fischmehl

  • ITB 2019: Nordseeheilbad Cuxhaven stellt kulinarische Angebote vor

    Bedeutender Fischfang

    ITB 2019: Nordseeheilbad Cuxhaven stellt kulinarische Angebote vor

    Fischkutter im Altern Fischereihafen in Cuxhaven. Copyright: Nordseeheilbad CuxhavenDas Angebot in der Hafen- und Urlaubsstadt Cuxhaven ist breit gefächert. Ob Fischbrötchen oder Sterneküche,  fangfrische Meerestiere, zartes Deichlamm oder exotische Fusions- Gericht: in Cuxhaven findet man alles, was das kulinarische Herz erfreut. Auch in diesem Jahr präsentierte sich der Tourismusstandort Cuxhaven, vertreten durch das HWG-Mitglied Nordseeheilbad Cuxhaven, auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin (ITB). Auf einer Pressekonferenz am 7. März 2019 wurden die Anwesenden auf eine kulinarische Reise durch Cuxhaven geleitet.

    Kristian Kamp, erster Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA in Niedersachsen, schlug in Berlin den Bogen von den historischen Anfängen der norddeutschen Küche bis hin zu den neusten Trends, die auch in Cuxhaven die Restaurantbranche beschäftigen und inspirieren.

    Eine besondere Stellung, sowohl kulinarisch als auch wirtschaftlich, nimmt seit jeher der Fischfang ein. Bereits 1908 wurde der Seefischmarkt in Cuxhaven eröffnet. Noch heute ist Cuxhaven mit 35 Fischfangbetrieben und über 1.300 Beschäftigten in der Branche Deutschlands zweitgrößter Nordsee-Fischereihafen. Von hier aus stechen nicht nur die Hochseekutter in See – auch eine Vielzahl von ausländischen Fischtrawlern löscht ihren Fang in Cuxhaven. Vor allem Rotbarsch, Kabeljau, Seelachs und Schellfisch, aber auch Seezunge und Scholle werden in zahlreichen Betrieben weiterverarbeitet.

    Daneben wurde auch Cuxhavens Eigenschaft als wichtiger Vermarktungsort hervorgehoben. So werden unter anderem bis zu 270.000 Tonnen Hochseefisch und 10.000 Tonnen Krabben über Cuxhaven vermarktet. Ansässige Unternehmen wie Lipromar und Bioceval produzieren außerdem Fischnebenprodukte wie Fischmehl und Fischöl. Darüber hinaus, so betonte Kristian Kamp, sei die Fischerei in Cuxhaven auch an einer nachhaltigen Entwicklung interessiert, beispielsweise durch entsprechende Zertifikate und breitmaschige, leichte Netze, die Jungfische schützen. Auch die Fischkutter selbst, von denen die Cuxhavener Kutterfisch-Zentrale jüngst zwei Neubauten beauftragt und bereits einen in Betrieb genommen hat, sind mit Katalysatoren, AdBlue-Tanks zur Reduzierung des Schadstoffaustausches und Schmutzwasserentsorgungsanlagen ausgerüstet.

    Der Stand des Landes Niedersachsen auf der ITB in Berlin. Copyright: Medienbüro am Reichstag GmbHDer Fischfang ist für den Tourismus wertvoll. Nicht nur Cuxhavener, sondern auch viele Gäste schätzen die regionale und saisonale Küche sowie den nachhaltigen und zertifizierten Fischfang, sagte Kurdirektor Erwin Krewenka. So begrüßt Cuxhaven jährlich 650.000 Übernachtungsgäste und zählt 3,9 Millionen Übernachtungen – Tendenz steigend. Im Alten Fischereihafen, der seit 2016 durch den Investor Norbert Plambeck und sein Team entwickelt und erneuert wird, sollen weitere Gastronomie- und Übernachtungs-Angebote entstehen.

    Auf Nachfrage berichtete Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch auch von den Fortschritten der Wiederaufnahme der Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel. Das Konzept der letzten Elbfähre sowie Buchungen von mehr als 100 Lkw pro Tag nebst Fahrgästen hätten bewiesen, dass es durchaus einen Bedarf für die Verbindung gebe. Das Schiff sei momentan zwar noch im Charterverkehr im norwegischen Bergen, da einige Finanzierungsfragen noch offen seien, jedoch ist der Oberbürgermeister optimistisch, dass der Fährverkehr wieder aufgenommen wird. Ab April 2019 werde zudem die Fährverbindung nach Sylt wöchentlich freitags, samstags und sonntags wieder aufgenommen.

    Das Fazit der Pressekonferenz zog Kristian Kamp mit der Aussage: „Cuxhaven tut nicht nur gut – es schmeckt auch noch gut!“

    Das Fischerfest im Hafen Cuxhaven. Copyright: Nordseeheilbad Cuxhaven