Niedersachsens Ministerpräsident Weil besucht Cuxhaven

SPD-Landtagsfraktion informiert sich zu Hafenentwicklungen, Offshore-Wind und Brexit

SPD-Delegation und Cuxport-Vertreter auf der Aussichtsplattform am Cuxport-Terminal. Copyright: Cuxport GmbHIm Rahmen einer Klausurtagung hat die niedersächsische SPD-Fraktion, unter ihnen  Ministerpräsident Stephan Weil und MdL Uwe Santjer, am 12. März den Hafen Cuxhaven besucht. Zunächst informierte im Offshore-Safety-Trainingscenter Cuxhaven der geschäftsführende Gesellschafter Rolf Fremgen die Gäste über die Sicherheitsanforderungen für Mitarbeiter von Offshore-Windparks und demonstrierte die Bewegungsabläufe bei einem Hubschrauberabsturz gemäß dem Trainingskurs „Überleben auf See“.

Am Cuxport-Terminal konnten sich die Fraktionsmitglieder einen Eindruck von der neuen Infrastrukturanlage Liegeplatz 4 machen, die bereits voll im Einsatz und durch Brexit-induzierte Mehrvolumen gut ausgelastet ist. Dementsprechend berichteten die beiden Cuxport-Geschäftsführer Michael de Reese und Hans-Peter Zint (ebenfalls Vorstandsvorsitzender der HWG) von den konkreten Vorbereitungsmaßnahmen auf den Brexit wie neuen IT-Anwendungen und Schulungen für die Mitarbeiter. Hans-Peter Zint sprach auch die Chancen an, die der Austritt des Vereinigten Königreichs für Cuxhaven bringt, etwa wenn die Kanalhäfen durch die nötigen Zollformalitäten ausgelastet sind: „Cuxhaven ist vorbereitet und kann, falls nötig, entsprechend umgeleitete Warenströme abwickeln.“

Auf der anschließenden Bus-Tour durch den Hafen zeigte Cuxport den Gästen auch die Zukunftspläne des Standorts. Zwischen den Liegeplätzen 4 und 8 sollen durch die landeseigene Gesellschaft Niedersachsen Ports drei weitere Liegeplätze und dahinter erschlossene Flächen für den Hafenumschlag entstehen. „Voraussetzung für einen stabilen und zukunftsorientierten Hafenbetrieb  in ganz Niedersachsen ist eine kontinuierliche, angemessene Finanzierung des landeseigenen Hafenbetreibers Niedersachsen Ports von mindestens 40 Millionen Euro pro Jahr. Der Besuch gab uns die Gelegenheit, die Landtagsabgeordneten auf die Notwendigkeit der hierfür wie auch für den Ausbau der Offshore Windenergie benötigten, verlässlichen politischen Rahmenbedingungen aufmerksam zu machen“, ergänzte de Reese.

Zum Abschluss des Hafenbesuchs gab es noch eine Tour der Offshore-Basis, wo die Fraktionsmitglieder den RoRo-Umschlag fertiger Turbinen auf das Spezialschiff „Rotra Vente“ beobachten konnten.

 

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